Das ist Alexander Diet. Er ist 17 Jahre alt und will Fliesenleger werden. Sein Ausbildungsbetrieb liegt aber nicht eben um die Ecke. Alexander wohnt in Melrstadt bei seinen Eltern und er muss nach Salz nahe Badnustadt. Es ist morgens kurz vor 3 Uhr und das Atsubi Shuttle steht bei ihm schon vor der Tür. Heute ist Alexander wie ein Chef mit Chauffeur unterwegs. Ganz exklusiv wird er ganz alleine die knapp halbe Stunde nach Salz gefahren. Für den 17-jährigen ist das aber nicht entscheidend. Er will einfach pünktlich
zur Arbeit kommen und das geht nur mit dem Fahrdienst. Sehr wichtig, weil wenn ich diese Schale nicht jetzt, wenn ich damit nicht fahre, wüsste ich nicht, wie ich jeden Tag zu mein Ausbildungsbetrieb komme. Matthias Brüderlein ist beim Kommunaleunternehmen des Landratsamtsrünk Grabfeld beschäftigt und weil die Azubis zu unterschiedlichen Zeiten bei ihren Ausbildungsbetrieben sein müssen, fährt er fast jeden einzeln. Ich habe jetzt heute schon jemand gefahren und habe jetzt noch drei Leute zufahren.
Also es ist auch ziemlich enge Zeitplan. Kurz nach 6 das Shuttle hält direkt auf dem Hof von Alexanders Ausbildungsbetrieb. Also Alexander bist da ne? Mach’s gut. Servus. So. Alexander ist der erste in seinem Lehrbetrieb noch sind keine Kollegen von ihm da. Finde ich ab gut so. Lieber überpünktlich als zu spät kommen, ne? Ein paar Minuten später kommt auch sein Chef und der schickt Alexander gleich auf die heutige Baustelle. Ortswechsel, wir sind im Landratsamt. Hier werden die Azubi Shuttlefahrten
koordiniert. Seit 5 Jahren gibt es das Angebot und im Augenblick nutzen den Service rund 20 Azubis. Jörg Geier leitet die Kreisentwicklung. Ihm war vor allem wichtig, dass das Handwerk genügend Nachwuchs Fachkräfte bekommt. Wir gewinnen Fachkräfte, wir halten Menschen hier im Landkreis. Wir bieten damit auch Röhen Grabfeldern letztlich Perspektiven. Das ist ja selten der 15-jährige Hamburger, der in der Ausbildung beginnt, sondern in der Regel nach der Mittelschule, Realschule. äh jemand, der hier geboren ist, der hier
zur Schule gegangen ist, der hier wohnt, der hier lebt, der hier sein Leben verbringen will, hier im Beruf erlernen möchte und gerade für das Handwerk ist das schon entscheidender äh Pushfaktor. 6:30 Uhr Feierabend und jetzt geht’s nach Hause. Genau, jetzt geht’s nach Hause. Letzte Tour. Letzte Tour. Genau. Und dann geht’s heim. Bayernweit ist das Röer Atubi Shuttle bislang einmalig.