BERLIN, 1. Oktober 2025 – Deutschlands Bundesnetzagentur hat heute die Ergebnisse der Windkraftausschreibung für Onshore-Windenergie veröffentlicht: Insgesamt wurden Projekte mit einer Kapazität von 3,443 GW vergeben. Renewable Watch
Die Ausschreibung war deutlich überzeichnet: Auf eine ausgeschriebene Kapazität von 3,443 GW gingen Angebote mit zusammen 5,739 GW ein. Renewable Watch Von den 604 eingereichten Geboten wurden 376 ausgewählt, was eine beachtliche Auszeichnungsausbeute zeigt. Renewable Watch
Die Preisspanne der Gewinnergebote lag zwischen rund € 0,0639 / kWh und € 0,0664 / kWh. Der volumengewichtete Durchschnittspreis betrug € 0,0657 / kWh, was niedriger ist als bei der vorherigen Runde (0,0683 €/kWh) und klar unter der Preisobergrenze von 0,0735 €/kWh. Renewable Watch
Regionale Verteilung der vergebenen Kapazitäten zeigt: Nordrhein-Westfalen erhielt mit 817 MW den größten Anteil, gefolgt von Niedersachsen mit 800 MW und Brandenburg mit 609 MW. Renewable Watch
Die Ausschreibung soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und die Energieversorgung Deutschlands nachhaltiger gestalten, insbesondere im Hinblick auf Klimaziele und Reduktion fossiler Abhängigkeit. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wettbewerbsbedingungen günstiger werden – niedrigere Gebotspreise und starke Nachfrage zeigen steigendes Interesse der Projektträger.
Allerdings stehen der Branche weiterhin Herausforderungen bevor: Die Genehmigungsprozesse, Netzanschlusskapazitäten und ökologische Prüfungen bleiben zeit- und kostenintensiv. Für den geplanten Ausbau der Erneuerbaren muss Deutschland parallel in Netzstruktur, Speicherkapazitäten und Planungssicherheit investieren.
Die jüngste Ausschreibungsrunde ist Teil der Energiepolitikoffensive der Bundesregierung, die höhere Ausbauziele für Wind- und Solarenergie vorsieht. Gleichzeitig signalisiert der Rückgang der Durchschnittspreise, dass technologische Effizienz und Wettbewerb die Kosten weiter senken können.
Ein Blick nach vorne: Durch diese Ausschreibungsrunde steigt der Druck auf andere Bundesländer und Energieversorger, ihre Flächen und Kapazitäten zu mobilisieren. Wenn solche Erfolge regelmäßig erzielt werden, kann Deutschland seine Klimaziele realistischer erreichen und die Energiewende mit marktorientierten Elementen weiter vorantreiben.