BERLIN, 1. Oktober 2025 – In Deutschland hat sich die Inflation im September 2025 stärker erhöht als erwartet und erreichte 2,4 % – der höchste Stand seit Februar dieses Jahres. Reuters
Experten hatten zuvor einen Anstieg auf etwa 2,2 % prognostiziert, doch der tatsächliche Wert übertraf diese Erwartungen. Reuters Der sogenannte Kern-Inflationswert, der Energie und Lebensmittel ausklammert, stieg ebenfalls leicht und liegt nun bei rund 2,8 %. Reuters
Ursächlich standen dafür schwächere Rückgänge bei den Energiekosten und ein verlangsamtes Absinken der Preise für Lebensmittel. Reuters Zugleich deuten andere wirtschaftliche Indikatoren auf eine verhaltene Konjunktur hin: Der Einzelhandel erlebte in August einen Rückgang der Umsätze um 0,2 %, Importpreise sanken um 1,5 %, und die Arbeitslosenquote stieg. Reuters
Der Anstieg der Inflation stellt die Europäische Zentralbank (EZB) vor eine schwierige Entscheidung. Ökonominnen und Ökonomen warnen, dass die aktuellen Daten die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen verringern könnten – insbesondere in Anbetracht des Ziels der EZB, die Inflation bei etwa 2 % zu stabilisieren. Reuters
In einem weiteren wirtschaftlichen Umfeld meldet Deutschland auch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit: Im September stieg die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um 14.000, womit die Gesamtzahl auf fast 2,98 Millionen Menschen anstieg. Reuters Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei etwa 6,3 %. Reuters Die Nachfrage nach neuem Personal ging zurück, und es wurden etwa 630.000 offene Stellen registriert – rund 66.000 weniger als im Vorjahr. Reuters
Außenpolitisch reagiert die deutsche Regierung auf wachsende Sicherheitsbedenken: Für den Fall eines erhöhten Drucks aus Russland erwägt Berlin eine Form der Wehrpflicht als langfristige Sicherheitsmaßnahme, wobei bereits ein System eingeführt werden soll, das 18-Jährigen Fragebögen und Eignungsprüfungen vorsieht. The Washington Post
Politisch baut Deutschland zudem seine Sicherheitsstruktur aus: Der erst kürzlich gegründete Nationale Sicherheitsrat (“Nationaler Sicherheitsrat”) soll künftig Entscheidungsprozesse im Bereich Verteidigung und Außenpolitik besser koordinieren. Wikipedia
Insgesamt zeigt sich: Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin unter Druck – steigende Preise und schwacher Binnenkonsum dämpfen die Aussichten. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob politische Maßnahmen und geldpolitische Strategien ausreichend sind, um Inflation und Wachstum in Einklang zu bringen.