DRESDEN / BERLIN, 1. Oktober 2025 – Ein Gericht in Dresden hat den ehemaligen Assistenten des AfD-Abgeordneten Maximilian Krah, Jian G., heute zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Beschuldigte wurde für schuldig befunden, über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren Informationen an chinesische Geheimdienste weitergegeben zu haben. AP News+2The Wall Street Journal+2
Laut Urteil arbeitete Jian G. seit September 2019 mit einer chinesischen Geheimdienstorganisation zusammen. Dabei übermittelte er sensible Informationen über Aktivitäten im Europäischen Parlament, überwachte politisch oppositionelle Kräfte und lieferte Berichte über sicherheitsrelevante Themen, darunter Logistik- und Militärtransporte. AP News+1
Der Fall hatte für erhebliches politisches Aufsehen gesorgt, da er Verbindungen zwischen politischen Kreisen in Deutschland und ausländischen Geheimdiensten offenlegte. Der Abgeordnete Maximilian Krah (AfD) beteuert, von den Aktivitäten seines ehemaligen Mitarbeiters nichts gewusst zu haben. In Reaktion auf die Ermittlungen wurde Krah’s parlamentarische Immunität aufgehoben, um ein vollständiges Verfahren zu ermöglichen. AP News
Das Urteil sendet ein deutliches Signal an politische Institutionen und Sicherheitsbehörden: Politische Mitarbeiter unterliegen strengen Kontrollen, und Verdachtsfälle auf Spionage werden konsequent verfolgt. Beobachter sehen in dem Fall eine Verschärfung im Kampf gegen verdeckte Einflussnahme aus dem Ausland auf deutsche und europäische Entscheidungsprozesse. The Wall Street Journal+1
In den kommenden Wochen dürfte der Fall weiter diskutiert werden — insbesondere in der Frage, wie politische Parteien ihre internen Sicherheitsvorkehrungen verbessern und welche Verantwortung Mandatsträger gegenüber ihren Mitarbeitern tragen. Gleichzeitig steht Deutschland im Spannungsfeld zunehmender geopolitischer Rivalitäten, wo Cyber- und Informationskriegführung immer größere Bedeutung erhalten. The Wall Street Journal+1