Kopenhagen / Berlin, 29. September 2025 — Deutschland wird rund 40 Soldaten nach Kopenhagen entsenden, um im Rahmen des bevorstehenden EU-Gipfels bei der Erkennung und Abwehr von Drohnen zu unterstützen. Diese Entscheidung traf die Bundesregierung gemeinsam mit Frankreich und Schweden, die ebenfalls Anti-Drohnen-Systeme und Personal beisteuern. Reuters
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf eine Reihe von Drohnenvorfällen, durch die Verkehrsflughäfen in Dänemark gestört wurden. Das dänische Verteidigungsministerium ordnete eine kurzfristige Flugverbotszone für zivile Drohnen an, um die Sicherheit zu erhöhen. Reuters
Deutschland wird die Truppen voraussichtlich bis zum 7. Oktober in Kopenhagen stationieren. Die Soldaten sollen mit Ausrüstung zur Erkennung, Identifikation und Abwehr von Drohnen arbeiten. Reuters
Auf militärischer Ebene wird zudem eine deutsche Luftverteidigungsfregatte im Hafen von Kopenhagen stationiert, um das Luftraumüberwachungssystem zu verstärken. Reuters
Die Reaktion der Partnerstaaten fällt koordiniert aus: Frankreich sendet ein Team mit einem Fennec-Helikopter, Schweden liefert Radarsysteme und Gegen-UAS-Technik (Unmanned Aircraft Systems). Reuters
Die Vorfälle in Dänemark gelten als Teil einer möglichen neuen Dimension hybrider Bedrohungen — Drohnenangriffe könnten gezielt kritische Infrastruktur, Versammlungen oder strategisch wichtige Orte treffen. Dänemark vermutet eine Verbindung zu Russland, während Moskau jede Beteiligung ablehnt. Reuters
Die deutsche Beteiligung unterstreicht die Bereitschaft Berlins, nicht nur in Verteidigungsfragen (etwa per Etat und Truppen), sondern auch bei sicherheitsrelevanten Einsätzen in Europa aktiv zu sein. Die Kooperation mit Partnern verdeutlicht zudem das Interesse an gemeinsamer europäischer Sicherheitsarchitektur.
Für Medien und Öffentlichkeit ist dies eine wichtige Nachricht: Deutschland reagiert schnell und koordiniert auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, wie wirksam der Einsatz ist und ob weitere Staaten sich beteiligen.