München/Frankfurt, 29. September 2025 — Die Lufthansa-Gruppe kündigte an, bis zum Jahr 2030 rund 4.000 Verwaltungsstellen zu streichen, um ihre Effizienz zu steigern und gleichzeitig ihre Profitabilitätsziele zu verschärfen. Reuters
Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierungsstrategie will die Fluggesellschaft stärker auf Digitalisierung und Automatisierung setzen. Der Vorstand erläuterte, dass die Kürzungen vor allem in Deutschland umgesetzt werden sollen, wo administrative Strukturen besonders groß sind. Reuters
Die Ankündigung führte zu Kursgewinnen an der Börse: Die Lufthansa-Aktie stieg um rund 1,3 %, nachdem sie zunächst sogar 2 % zulegte. Reuters
Laut CEO Carsten Spohr hatte das Unternehmen in den letzten Jahren mehrfach Gewinnwarnungen herausgeben müssen und verfehlte auch Vorgaben für die operative Marge. Nun heißt es, das Ziel von 8 % operativer Marge werde beibehalten, jedoch erst später im Jahrzehnt erreicht. Reuters
Der Streichen der Stellen erfolgt in enger Abstimmung mit sozialen Partnern. Die Lufthansa plant gleichzeitig, rund 1.500 administrative Mitarbeiter in Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands neu zu beschäftigen, um gewisse Funktionen zu verlagern. Reuters
Die Pilotengewerkschaft prüft inzwischen Streikmaßnahmen als Reaktion auf die Kürzungen und geplante Veränderungen im Rentensystem. Reuters
Zudem will Lufthansa bis 2028–2030 eine operative Marge von 8 % bis 10 % erreichen. Außerdem wird ein freier Cashflow von über 2,5 Milliarden Euro angestrebt. Reuters
Insider berichten, dass die Lufthansa bei bereits unter Druck stehenden Geschäftsbereichen besonders rigoros vorgehen werde – es werde wohl zu weiteren Konsolidierungen und Effizienzmassnahmen kommen. Reuters
Für viele Mitarbeiter bedeutet das Unsicherheit und Restrukturierung – insbesondere im administrativen Bereich. Gewerkschaften fordern klare Sozialpläne, transparente Kommunikation und faire Übergangsregelungen.
Insgesamt signalisiert dieser Schritt: Lufthansa reagiert aggressiv auf zunehmenden Wettbewerbsdruck, steigende Kosten und Rentabilitätszwänge. Die kommenden Monate werden entscheidend, wie gut das Unternehmen Transformation, Mitarbeitermotivation und Kostenreduktion in Einklang bringen kann — und wie stark externe Faktoren wie Energiepreise, Luftverkehrsnachfrage und geopolitische Entwicklungen mitspielen.