Berlin, 25. September 2025 — Der deutsche Auto-Industrieverband VDA hat heute positiv auf die Entscheidung der USA reagiert, rückwirkend ab dem 1. August Zölle auf europäische Autos zu senken. Dennoch warnt der Verband, dass dies allein nicht ausreiche – die Europäische Union müsse weiterhin Druck aufbauen, um nachhaltige Handelsbedingungen sicherzustellen. Reuters
In einer offiziellen Stellungnahme nannte die VDA-Präsidentin Hildegard Müller die Zollsenkung einen „wichtigen Schritt“. Sie betonte jedoch, dass deutsche Autohersteller weiterhin mit Hürden konfrontiert seien und zusätzliche Maßnahmen notwendig seien, um langfristig Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Reuters
Die USA hatten Zölle auf bestimmte europäische Autoimporte verhängt als Teil ihrer Handelsstrategie. Mit der nun beschlossenen rückwirkenden Reduzierung will man Spannungen mit der EU entschärfen und internationale Handelspartner entlasten. Dennoch bleiben viele Zölle oder Nichttarifbarrieren bestehen, die deutsche Autoexporte in die USA erschweren. Reuters
Der VDA fordert daher, dass die EU in Verhandlungen gezielt Druck aufbaut, um Zollschranken weiter abzubauen, Regulierungen zu harmonisieren und Investitionsschutz für Autohersteller zu gewährleisten. Ohne solche Maßnahmen könnten deutsche Konzerne gegenüber Wettbewerbern aus Japan, Südkorea oder den USA langfristig ins Hintertreffen geraten, so Müller. Reuters
Analysten sehen in der US-Zollsenkung zwar eine gute Nachricht für Exportorientierte Unternehmen, weisen aber darauf hin, dass sie alleine keine strukturellen Probleme löst. Deutschlands Autoindustrie kämpft mit Steigerung der Produktionskosten, Energiekosten, Lieferkettenproblemen und steigenden Umweltvorgaben.
Regierungsvertreter bekräftigen, dass sie diese Signale ernst nehmen. Insbesondere im Rahmen der EU-Handelspolitik und bilateraler Handelsverträge wolle man deutsche Interessen gezielt vertreten. Zugleich kündigen sie an, die Industrie mit Investitionen in Elektromobilität, Batterieproduktion und grüne Technologien zu stärken.
Insgesamt: Die Senkung der US-Zölle ist ein positives Signal, doch für deutsche Autohersteller bleibt der Weg steinig. Die EU und die Bundesregierung müssen jetzt konsequent handeln, um fairen Zugang zu Märkten zu sichern und die heimische Branche zu schützen.